
Hallo, wir sind Julia, Samuel und Violetta, aktuell im zweiten und dritten Ausbildungsjahr zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann bei der Raiffeisenbank Chamer Land. Wir sind 18 und 20 Jahre alt. Im Rahmen des diesjährigen Genossenschaftstags hatten wir die Möglichkeit, interessierten Schülerinnen und Schülern der 8. bis 11. Jahrgangsstufen auf der Landesgartenschau in Furth im Wald das Thema „Genossenschaft – früher und heute“ in einer interaktiven Schulstunde näherzubringen.
Planung und Herausforderungen
Die Organisation unseres Projekts fand regelmäßig mittwochnachmittags statt. Dabei wurden zentrale Punkte wie der Tagesablauf, die Aufteilung der Präsentation und die Auswahl der Give-Aways besprochen. Als Teamleitung haben wir uns auf Violetta geeinigt. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem die Erstellung des Projekt-Statusberichts sowie dessen Präsentation vor dem Vorstand. Außerdem übernahm sie das Zeitmanagement und die Aufgabenverteilung innerhalb des Teams. Gemeinsam haben wir die Projektpräsentation vor dem Vorstand und der Personalabteilung durchgeführt. Vor allem die Beschaffung der Give-Aways stellte uns während der Vorbereitung vor einige Herausforderungen. Da einige Anmeldungen sehr kurzfristig eingingen und die Lieferzeiten der Geschenke bei 6-8 Wochen lagen, war die Sorge groß, dass die Give-Aways nicht rechtzeitig eintreffen würden. Glücklicherweise kam jedoch alles rechtzeitig vor dem großen Tag an.

Wie funktioniert eine Genossenschaft?
- Mitgliederorientierung: Die Mitglieder stehen im Mittelpunkt. Sie sind gleichzeitig Eigentümer und Kunden der Genossenschaft.
- Demokratische Mitbestimmung: Jedes Mitglied hat eine Stimme, unabhängig von der Höhe seiner Einlage.
- Gemeinsame Ziele: Die Genossenschaft arbeitet nicht primär gewinnorientiert, sondern darauf hin, die Bedürfnisse ihrer Mitglieder zu erfüllen.
Geschichtlicher Hintergrund:
Die Idee der Genossenschaft entstand im 19. Jahrhundert, um wirtschaftliche und soziale Probleme zu lösen.
- 1850: Hermann Schulze-Delitzsch gründete Vorschussvereine, um Handwerkern Kredite zu ermöglichen.
- 1864: Friedrich Wilhelm Raiffeisen gründete den Darlehenskassenverein, um Bauern vor Wucherzinsen zu schützen.
Diese beiden Ansätze führten später zur Gründung der Volks- und Raiffeisenbanken, die bis heute nach dem Leitspruch handeln: „Was einer allein nicht schafft, schaffen viele gemeinsam.“
Genossenschaften gibt es in vielen Bereichen, z. B. in der Landwirtschaft, im Handel, im Wohnungsbau oder im Bankwesen. Sie sind ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit und Solidarität zum Erfolg führen können.

Gemeinschaftsgefühl erleben
Genau dieses Gemeinschaftsgefühl haben wir auch in unserer Schulstunde mit den Jugendlichen herausgearbeitet. Das Feedback, das wir von den Klassen und Lehrkräften erhalten haben, war durchweg positiv. Besonders gut kamen unsere interaktiven Spiele an, da sie nicht nur theoretisches Wissen vermittelten, sondern auch die genossenschaftlichen Prinzipien direkt erlebbar machten. Natürlich konnten wir den Schülerinnen und Schülern einen kleinen historischen bzw. theoretischen Teil nicht ersparen, aber dieser wurde von den Jugendlichen als durchaus „aushaltbar“ empfunden. 😉

Fazit: Gemeinsam funktioniert’s!
Auch in unserem Arbeitsalltag sind die genossenschaftlichen Werte deutlich spürbar – sei es im täglichen Umgang mit unserer Kundschaft oder in der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen. Wir begegnen uns, ob unter Azubis oder mit anderen Mitarbeitenden, stets auf Augenhöhe, wodurch ein echtes Wir-Gefühl entsteht.
